Farmy MagazinWillkommen in der Welt von Farmy
Metzgete hat immer Saison

Woher kommt Metzgete?

Metzgete wird in der Schweiz die Schlachtung eines Tieres genannt. Traditionell wurden vor allem die Schweine im Herbst geschlachtet. Alles was essbar war, wurde verwertet. Das Prinzip nennt sich „Nose to Tail“ auf gut Schweizerdeutsch vom „Schnörrli bis zum Schwänzli“.

Es gab früher einige Teile des Schweines, welche nicht haltbar gemacht werden konnten, wie Blut, Innereien, Speck und Bauch- oder Kopffleisch. Diese hat man dann in den Tagen nach der Schlachtung so schnell wie möglich gegessen, bevor sie verdarben. Daraus entstand der Begriff „Metzgete“ auch als Name für ein reichliches Festmahl.

Heute werden an Metzgeten in Restaurants, Landgasthöfen und Bauernhof-Beizen folgende Speisen serviert: Blut- und Leberwurst, Haxen, Rippli, Leber und Speck; dazu werden traditionell Kartoffeln, Sauerkraut, Bohnen und Apfelmus oder –schnitze gereicht.

Immer öfter sehe ich in der Stadt urbane Restaurants, die das saisonale Thema aufnehmen und die traditionellen Speisen modern und mutig neu umsetzen. Es gibt da zusätzlich zu den traditionellen Speisen auch mal einen Schweinekopf, Griebenschmalz,Schwänzli und Schnörrli.

Metzgete hat immer Saison

Die Metzgete war und ist ein nachhaltiges Konzept. Alles, was essbar ist, wird gegessen. Es zeigt Respekt gegenüber dem geschlachteten Tier. Viele von uns können sich nicht vorstellen, Innereien zu essen. Dabei sind gerade die Innereien und günstigeren Teile des Tieres diejenigen, die am nährstoffreichsten sind. Leber ist das Superfood schlechthin – natürlich nur von einem gesunden Tier.

Wir essen das ganze Jahr über regelmässig Innereien, Herz, Zunge, Ochsenschwanz und viele weitere Fleischstücke von artgerecht gehaltenen und ernährten Tieren von Bio-Bauernhöfen aus der Region.

Hier noch mein urbanes Pure Food Apéro-Rezept mit Blut- und Leberwurst.


Metzgete für zu Hause





Über den Autor


Kommentar