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Unsere Gastbloggerin Romy Dollé erklärt heute, was alles in der kleinen Knolle steckt und was man damit Leckeres zaubern kann.

Süsskartoffeln aus der Region

Ich habe mich sehr gefreut, dass es jetzt auch regionale Süsskartoffeln zu kaufen gibt. Ich war immer etwas im Zwiespalt, wenn ich diese feinen Knollen kaufte und wusste, dass sie aus einem fernen Land importiert werden mussten.

Jetzt gibt es diese vom lokalen Bauernhof. Die frische Ernte ist da. Die kleinen Wunderdinger wachsen auf verschiedenen Feldern in der ganzen Schweiz: in Seegräben und in Steinmaur - hier sogar mit der Bio Suisse Knospe zertifiziert.

Was ist so toll an der „süssen“ Wurzel?

Sie ist mehr Karotte als Kartoffel. Wie die Karotte kann sie ohne Bedenken auch roh gegessen werden. Sie ist kein Nachtschattengewächs wie die altbekannte Kartoffel.

Nachtschattengewächse haben den Ruf entzündungsfördernd zu sein. Sie enthalten Alkaloide. Diese können Krankheiten wie Arthritis, Lupus, Rheumatismus und andere schmerzhafte Muskel-Skelett-Erkrankungen verschlimmern. Im Pflanzengrün und in den Sprossen der Nachtschattengewächse (Kartoffeln, Auberginen, Tomaten, Paprika, etc.) findet man diese Giftstoffe in konzentrierter Form. Erhitzt man Nachtschattengewächse, reduzieren sich die Alkaloide aber um ca. 40%-50%.

Zurück zur Süsskartoffel, die auch Batate, weiße Kartoffel oder Knollenwinde genannt wird. Die Süsskartoffel ist ein idealer Kohlenhydrat-Lieferant. Wir essen sie gerne und regelmässig zum Abendessen. Sie kann als Ersatz für Kartoffeln in fast jedem Rezept verwendet werden. Je nach Sorte ist die Knolle weisslich (weniger süss) oder geht von hell bis dunkel orange (süssliche Sorten).

Die Süsskartoffeln können auch als glutenfreier Brotersatz dienen. In Scheiben geschnitten und gebacken und/oder getoastet sind sie ein ideale Basis für süsse oder pikante Auflagen.

Süsskartoffel-Toast pikant



Vorbereitung: 10 Minuten
Kochzeit: 30 Minuten

Zutaten für 4 Portionen:
3-4 Stück Süsskartoffeln geschält
½ Teelöffel Meer- oder Himalaya Salz
1-2 Esslöffel flüssige Butter (alternativ: natives Kokosöl)
4 Stück Bio-Hühnereier
1-2 Esslöffel Bio-Bratbutter
1 Stück Avocado


  1. Backofen auf 170°C erhitzen. Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Süsskartoffeln in ca. 7mm dicke Scheiben schneiden. Mit flüssiger Butter, oder Kokosöl beidseitig bestreichen und salzen.
  3. Im Backofen 30 Minuten backen. Garprobe machen und rausnehmen.
  4. Die Eier können gebraten (Spiegel- oder Rührei) oder pochiert werden.
  5. Avocado halbieren, Stein entfernen, aus der Schale lösen und in Scheiben schneiden.
  6. Süsskartoffelscheiben im Toaster knusprig toasten. Aufgepasst: Sie können schnell verbrennen.

  7. Süsskartoffel Toasts auf erwärmten Teller legen, mit Avocado belegen und Ei darauf setzen. Salzen und pfeffern. Mit der restlicher Butter aus der Bratpfanne beträufeln.

Süsskartoffel-Toast süss


Vorbereitung: 10 Minuten
Kochzeit: 30 Minuten

Zutaten für 4 Portionen:
3-4 Stück Süsskartoffeln geschält
½ Teelöffel Meer- oder Himalaya Salz
1-2 Esslöffel flüssige Butter (alternativ: natives Kokosöl)
50 g Bio-Mascarpone
2 EL Honig oder Kirschen-Konfi

  1. Backofen auf 170°C erhitzen. Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Süsskartoffeln in ca. 7mm dicke Scheiben schneiden und auf Backblech legen. Mit der flüssigen Butter beidseitig bestreichen und leicht salzen. Für 20 Minuten in den Backofen geben.
  3. Scheiben leicht abkühlen lassen und anschliessend im Toaster knusprig toasten. Achtung: Es kann schnell gehen und der Toast ist verbrannt.

  4. Scheiben auf Teller legen, Mascarpone darauf geben und mit Kirschen-Konfi beträufeln.



Süsskartoffeln und andere Knollen





Über den Autor

"Ich kümmere mich hier bei Farmy um die PR und Content. Und alle Rüebli, die übrig bleiben. Die schmecken auch sehr fein auf Pizza, meinem All-Time-Favourite-Lieblingsessen. Weitere kulinarische Vorlieben: Chili-Sauce, rohe Randen, Olivenbrot von John Baker, Sorbetto Glacé, Mono Delivery und Hibiskusblüten-Sirup mit Blöterli-Wasser. Am liebsten koche ich Pasta - ohne Ei - in allen Farben und Formen. Bei allen Koch-Experimenten versuche ich regional und saisonal einzukaufen!"


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