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So wünschen sich Kinder ihren Znüni

Die langen Sommerferien sind vorbei, das neue Schuljahr steht vor der Tür und mit ihm die täglich wiederkehrende Herausforderung für uns Eltern, unseren Kindern nicht nur einen gesunden, sondern auch einen feinen Znüni mit auf den Schulweg zu geben, den sie in der Pause auch wirklich essen.

Znüni - Schnell, Fantasievoll und Cool

Für uns Eltern ist es sonnenklar: Ein „guter“ Znüni dient dem Wohlbefinden und der Leistungsfähigkeit unserer Schulkinder. Und was man unter einem „guten“ Znüni versteht, darüber geben etliche Ratgeber, Broschüren und Flugblätter aus der Schule Auskunft. Doch was die Schule empfiehlt und uns Eltern absolut einleuchtet, entspricht nicht unbedingt den Vorstellungen, die unsere Kinder von einem „guten“ bzw. „feinen“ Znüni haben. Und so mutiert die Znünifrage häufig zu Diskussionen oder gar Streitigkeiten.

Ein „guter“ Znüni, den die Kinder auch essen? Ein unlösbares Dilemma? Nicht unbedingt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Znüni durchaus mit Lust und Freude gegessen wird, wenn wir folgende Tipps & Tricks beachten:

Das Wichtigste vorweg: Znüni muss „schnell“ gehen!

Sobald es läutet und die grosse Pause angesagt ist, vergessen Kinder alles – auch ihren Hunger! – und denken an nichts anderes als nach draussen zu stürmen, um mit ihren Gspänli die langersehnte Pause mit Spielen zu verbringen. Und wenn sie überhaupt daran denken, ihr Znüniböxli unter dem Pult oder aus dem Schulthek hervorzukramen und nach draussen mitzunehmen, so muss der Inhalt möglichst einfach in der Handhabung und schnell im Vertilgen sein. Denn: Kaum ist der letzte Bissen verschlungen, geht es weiter mit Fangis, Tschutten oder Quasseln!

Deshalb achten wir darauf, dass der Znüni möglichst „essfertig“ und in mundgerechte Portionen daher kommt oder dass er – wie zum Beispiel beim Study-Mix rasch aus der Box geklaubt und in die Hosen- oder Jackentasche gesteckt werden kann, um auch während des Spielens Stück für Stück gegessen werden zu können!

Fast genau so wichtig: Kinder essen ganz extrem mit den Augen!

Verschiedene Farben und Formen regen bei Kindern nicht nur die Fantasie, sondern auch den Appetit an. Geschnitzte Früchte essen sie lieber als einen Apfel am Stück oder eine ganze Banane. In Streifen geschnittenes Gemüse knabbern sie lieber als ein ganzes Rüebli oder eine ganze Gurke. Je bunter die Farben und lustiger die Formen, umso höher ist die Chance, dass der Znüni auch wirklich gegessen wird. Weshalb also nicht für einmal knallrote Erdbeer-Fruchtscheiben oder Erdbeer-Fruchtbänder ins Böxli legen? Der Überraschungseffekt ist gross, die Neugier noch mehr!

Auch ist alles, was knackig ist und im Mund schön knuspert um einiges gluschtiger für Kinder als eine etwas zu reif gewordene Frucht oder ein eher langweiliges Stück Brot. Diese Kindervorlieben kann man sich als Eltern zunutze machen und ihnen zur Abwechslung zum Beispiel ein knuspriges Wellness Knäckebrot oder eine Waffel – für einmal nicht aus Reis, sondern aus Buchweizen! - ins Znüni-Böxli legen. Wetten, dass die Kinder sie essen?

Und last but not least: Je älter das Kind umso „cooler“ der Znüni

Kann man Kindergartenkinder mit einem Gurkenkrokodil oder einem Apfelauto mit Kiwi-Rädern zum Znüniessen motivieren, kommen solche Tricks bei grösseren Kindern alles andere als gut an... Als Eltern sollte man diesen Übergang vom Kleinkind zum echt grossen Schüler (!) nicht nur frühzeitig erkennen, sondern auch akzeptieren, dass dann die Kinder vielleicht nicht gerade jeden Tag eine Frucht oder ein Gemüse zum Znüni wollen, sondern lieber etwas anderes, etwas Cooleres.

Was in dieser Phase sehr gut ankommt, sind Riegel. Solche gibt es in vielen, gesunden Varianten, die auch über einen gewissen Coolness-Faktor verfügen. Zum Beispiel Energie-Riegel oder – super passend für die Schule – Riegel mit Brainfood.

Wollt ihr es mal so versuchen? Welche Erfahrungen macht ihr mit dem Znüni? Welche weiteren Anregungen habt ihr?

Unter folgenden Links findet ihr viele weiterführende Informationen, Tipps und Ideen für den Znüni:





Über den Autor

"Mein Leben als Mutter von zwei Söhnen im Alter von 9 und 11 Jahren ist ein tägliches Abenteuer und stellt eine unerschöpfliche Quelle an Geschichten und Erfahrungen dar. In unseren wöchentlichen Kolumnen im Tagblatt der Stadt Zürich berichte ich über unser Leben als Italo-Schweizer Familie in Zürich. Wir lieben Pasta, Fussball und Amore, sind sportlich, naturverbunden und genau so leidenschaftlich wie bodenstädig."


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