Amber von Farmy

Amber - Ein Bier von ganz besonderer Art

Amber ist gemeinhin aus der Parfum-Herstellung bekannt. Doch mit dem Duftstoff aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen hat als "Amber" bezeichnetes Bier nicht das Geringste zu tun. Der irreführende Name leitet sich vom englischen Begriff für Bernstein ab und spielt auf die facettenreiche Farbe der unterschiedlichen Sorten an.


Unsere Top-Seller in der Kategorie "Amber"

Amboss Amber, 33cl

Amboss Bier
CHF 2.20 / Flasche

Chopfab Amber - American Red Ale, 33cl

Doppelleu Brauwerkstatt
CHF 2.20 / Flasche

Hofbier Amber, 50cl

Jucker Farm
CHF 4.50 / Flasche

Oberländerbräu Spezial Amber, 33cl

Brauerei Uster
CHF 2.95 / Flasche

Amber bei Farmy.ch

Wissenswertes über Amber

Vielfältig in Aussehen und Geschmack

Sie ist auf das mehrfache Auskochen der Malz-Spelzen zurückzuführen, welche dem Ansatz für Amberbier hinzugefügt werden. Dazu kommen Hopfen und Wasser, so dass die Maische im Prinzip die gleichen Zutaten enthält wie alle Getränke ihrer Art. Und doch ist das Ergebnis ganz anders. Geschmacklich dominieren eine deutlich wahrnehmbare Malznote und ein leichtes fruchtiges Aroma - begleitet von einem mehr oder weniger ausgeprägten Karamell-Ton, unterschiedlich starkem Hopfenbitter und variierender Süsse. Farblich changieren Amberbiere von sanftem Honiggelb über leuchtendes Kupfer bis zu hellem oder rötlichem Braun. Damit weisen sie das ganze mögliche Spektrum von Bernstein auf und tragen ihren Namen vollkommen zu Recht. Doch unter welchen Umständen entsteht aus den Grundzutaten süsslich oder herb schmeckendes bzw. hell oder dunkel gefärbtes Bier?

Die Hefe macht den Unterschied

Welchen Geschmack und welche Farbe Biere nach dem Brauen aufweisen, bestimmen die zugesetzten Hefekulturen. Je nachdem, welche Bakterien-Stämme das jeweilige Produkt beinhaltet, entsteht aus der Maische ein ober- oder ein untergäriges Bier.

Obergärig

Obergärige Hefe bildet zusammenhängende Kolonien, die auch während des Brauvorgangs miteinander verbunden bleiben. Sie werden durch das allmählich entstehende Kohlendioxid nach oben gedrückt und schwimmen dadurch auf dem Biersud, so dass sie ganz leicht abgeschöpft werden können. Die "Arbeitstemperatur" obergäriger Hefe liegt bei 15 bis 20 Grad Celsius und erzeugt damit ein buchstäbliches Warmbier. Zu den obergärigen Sorten gehören Alt-, Weiss- und Dampfbier sowie Gose, Kölsch und Ale. Sie sind für gewöhnlich hell und schmecken deutlich aromatischer als ihre "Verwandten". Obergäriges Amberbier hat einen mittleren bis ausgeprägten Körper und zeigt einen hellen Kupfer- oder Braunton. Der Geschmack ist von malziger Süsse und einer leichten Karamell-Note geprägt. Durch ihre grosse Ähnlichkeit mit englischem Pale Ale werden die obergärigen Vertreter dieser Biere auch Amber-Ales genannt.

Die Schweiz trinkt gerne das dezent malzige, harmonische Oberländerbräu der Uster Braukultur AG und das aromatische Chopfab Amber American Red Ale der Doppelleu Brauwerkstatt. 

Amber bei Farmy.ch
Untergärig

Untergärige Hefe-Kulturen arbeiten bereits ab vier Grad Celsius. Ihr optimales Arbeitstempo erreichen sie zwischen neun und maximal 14 Grad. Da sich die einzelnen Zellen bei diesen niedrigen Temperaturen nicht verbinden können, sinkt die Hefe während des Gärprozesses nach unten und lagert sich am Boden des Braugefässes ab.

Zu den untergärigen Sorten gehören Pilsener und Märzen sowie Keller- und Lagerbier. Sie sind dunkler als die Ale-Varianten und besitzen einen mittleren Körper. Während die Bitterstoffe und das Hopfenaroma von Marke zu Marke variieren, zeigen untergärige Amberbiere in der Regel eine deutliche Karamell-Note. Zur Unterscheidung von obergärigen Vertretern werden sie als Amber-Lagers bezeichnet.

Das einheimische herb-frische Hofbier der Jucker Farm AG und das bernsteinfarbige Rekord der Zürcher Brauerei Turbinenbräu überzeugen auf eindrucksvolle Weise und zeigen auf, wie vielfältig untergäriges Amber schmecken kann. 

Vom ober- zum untergärigen Bier

Eines aber haben sie alle gemeinsam: ihr vergleichsweise geringes Alter. Der ganzjährige Einsatz untergäriger Hefen und die daraus resultierende Lagers-Produktion ist erst seit 1873 möglich - jener Zeit, aus der die Erfindung gleichmässig kühlender Maschinen datiert. Zuvor blieb die Herstellung von untergärigem Bier auf die kalten Wintermonate beschränkt, so dass einige Sorten echte Saisonartikel waren. In Gegenden, wo milde bzw. kurze Winter derartiges Brauen unmöglich machten, waren obergärige Varianten die einzigen Vertreter ihrer Art.

Amber bei Farmy.ch

Vom Ale zum Amber

Der kleine historische Exkurs belegt, warum es mehr ober- als untergärige Amberbiere gibt - denn natürlich sind sie keine neuzeitliche Erfindung. Eins der ältesten Rezepte stammt von Pauwel Kwak, dem Gründer der ostflandrischen Brauerei Bosteels. Er stellte in seiner Anlage ein besonders würziges Bier mit hohem Alkoholgehalt her und vermarktete es als "Kutschernahrung". Dank eines eigens dafür entworfenen Glases konnte die Zielgruppe das bernstein-farbene Gebräu im Dienst mit sich führen und trinken. Ihren eigentlichen Siegeszug aber traten Amberbiere erst gute 100 Jahre später an. Ausschlaggebend war ein extra hopfengestopftes Ale, das englische und schottische Brauerein für indische Kolonien produzieren liessen. Es war besonders fruchtig und deutlich intensiver als die Insel-Biere. Damit kam es den Erzeugnissen belgischer Brauer recht nahe. Sie griffen das beliebte India Pale Ale (I.P.A.) umgehend auf und variierten es in landestypischer Weise durch die Würzmischung "Gruit".

Das historische Bier heute

Die seinerzeit übliche Zugabe von Gagel, Beifuss, Thymian und anderen aromatischen Kräutern gilt heute als überholt und ist teilweise verboten. Der mehrfach wiederholte Arbeitsgang des Aufkochen aber ist erhalten geblieben und macht Amberbiere zu ganz besonderen Erzeugnissen moderner Braukunst. Auch Schweizer Unternehmen produzieren die Köstlichkeit in jeweils eigenen Farbschlägen und Geschmacks-Richtungen - wahlweise als Ale oder als Lager; immer aber in bernstein-ähnlichen bzw. Amber-typischen Nuancen.

Bildcredits
Golden barley via unsplash von user Isak Engström unter unsplash

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